“(…) Die Welt der Vampire ist damit nicht zuletzt auch Gegenentwurf zur Prüderie der konservativen US-Christen. Stefan Salvatore also ist ein guter Vampir. Wie sein Verwandter von nebenan, Edward Cullen, nutzt er die Unsterblichkeit, um seinen Charakter und seine Bildung zu vervollkommnen. Ein schöner Gedanke: Die Ewigkeit würde uns alle zu besseren Menschen machen, ließe man uns nur mit dem Altwerden in Ruhe. (…)
Es manifestiert sich hier also wieder mal der klassische Konflikt zwischen Pflicht und Neigung. Der Vampir bekommt die Wahl: Er kann beweisen, dass er mit der Unsterblichkeit und all den besonderen Kräften, mit denen ihn das jeweilige Drehbuch ausstattet, etwas Sinnvolles zuwege bringt. Er muss aber nicht. Er kann auch einfach ein paar Hundert Jahre Spaß haben. Komischerweise unterstellen die Autoren immer, dass das auf Dauer langweilig wird. Aber Millionen Fernsehzuschauer würden jederzeit den Gegenbeweis antreten: Macht mich erstmal unsterblich, ich komme dann schon klar. (…)”
(Aus einem Artikel eines regionalen Newsportals vom 27.03.11 über die TV-Serie ‘Vampire Diaries’)


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